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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2018
Himmlische Klänge
Musik als spirituelle Kraft der Religionen
Der Inhalt:

Bildung statt Flucht

Das Missionarsehepaar Rösch hat in Gambia das House of Skills gestartet

Jungen Menschen eine Perspektive zu geben, damit sie in ihrem Heimatland bleiben. Das ist das Ziel von Gunda und Roland Rösch. Deshalb haben sie vor fünf Jahren in Gambia ein Ausbildungszentrum für Jugendliche gegründet. Im »House of Skills«, dem »Haus der Fertigkeiten«, können sie Berufe wie Elektriker, Bäcker, Maler, Maurer, Automechaniker und Metallbauer lernen. Gambia ist mit etwa zwei Millionen Einwohnern zwar eines der kleinsten Länder Afrikas, aber prozentual gesehen flüchten von dort die meisten Menschen nach Norden. Einerseits sind es die nackten wirtschaftlichen Entbehrungen, die viele Junge aufbrechen lassen, andererseits ist es die Bewunderung für die, die es auf die andere Seite des Meeres geschafft haben. Ihre stetigen Geldüberweisungen machen laut Weltbank rund 22 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.

»Die jungen Gambier haben wenig oder keine Hilfe bei ihrer Berufswahl. Uns liegt am Herzen, sie ihren Fähigkeiten entsprechend auszubilden«, erklärt Gunda Rösch. Seit 26 Jahren lebt die Hebamme und Krankenschwester in Gambia.

Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche Gambias und der Initiative Weltweiter Einsatz für Christus eröffneten sie und ihr Mann 2015 das House of Skills. »Wir möchten jungen Menschen eine Zukunft geben, besonders denen, die überhaupt keine schulische Ausbildung haben«, beschreibt der 52-jährige Roland Rösch das Vorhaben. Die Ausbildung erstreckt sich über mehrere Jahre. Im ersten Jahr geht es um elementare Grundfähigkeiten. Theorieunterricht findet in Kleingruppen statt. Freiwillige aus aller Welt bringen den Schülern technisches Zeichnen und mathematische Kenntnisse bei. Außerdem lernen die jungen Gambier Englisch. Das Durchhaltever