Lilli war da
Kerstin S.* schreitet langsam den Hügel hinauf, passiert die Linden in der Allee, bis sie eine Lichtung betritt. Rund um ein Apfelbeerenbäumchen, das schmuckvoll mit Ketten und Kristallen behängt ist, gruppieren sich winzige Gräber von Sternenkindern, das sind Babys, die im Mutterleib sterben oder kurz nach der Geburt. »Im Alltagsstress ist oft so wenig Platz für ein verstorbenes Kind«, sagt sie und fügt an, »weil das Umfeld irgendwann beginnt zu vergessen und weiterzumachen, und in gewisser Weise wird das auch von einem selbst erwartet.«
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