Heiße Eisen ausgeklammert
In vielen kirchlichen Weltbünden scheint es derzeit nur drei Probleme zu geben: Homosexualität, Frauenordination und Finanzen. Hier ist der Lutherische Weltbund (LWB) keine Ausnahme. Dies zeigte auch die elfte Vollversammlung des Dachverbandes von 145 Kirchen mit rund siebzig Millionen Christen vom 20. bis 27. Juli in Stuttgart. Um es vorwegzunehmen: Der große Streit blieb aus. Es gab keine »Zerreißprobe«, wie vorab befürchtet – die Weltkonferenz der Lutheraner war vor allem eine Arbeitstagung. Für Konfliktstoffe gab es kaum Raum im Plenum. Dies wurde bewusst auch durch ein geschicktes Tagungsmanagement gesteuert. Dafür bekamen der Klimawandel, die Negativfolgen der Globalisierung und der Themenbereich ungerechte Schulden genug Aufmerksamkeit.
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