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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2019
Homosexualität und Kirche
Wo ist das Problem?
Der Inhalt:

Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!): Liebe EU-Bürger,

vom 26.07.2019

nun hören Sie doch endlich auf mit dem Gemaule! Wenn sich die EU-Staaten nicht einig werden, jammern Sie, der Laden sei ineffizient. Und wenn wir dann mal eine Entscheidung treffen, ist es Ihnen auch nicht recht. Dabei war es so eine hübsche Überraschung, die deutsche Verteidigungsministerin als künftige EU-Kommissionspräsidentin zu nominieren. Aber Sie mögen wohl keine Überraschungen. Enttäuschend. Haben Sie denn wirklich erwartet, wir würden es ernst meinen mit der Rede von der Demokratisierung der EU? Ach Gott, das tut uns leid. Ein bedauerliches Missverständnis.

Wir freuen uns, Ihnen mit Ursula von der Leyen eine Kommissionspräsidentin präsentieren zu können, die sich durch Skandale und Affären, Kostenexplosionen bei Sanierungen und mangelndes Wissen in EU-Politik auszeichnet. Das ist doch sehr bürgernah. Und der Untersuchungsausschuss? Peanuts! Außerdem ist sie eine Frau. Reicht das nicht? Mit sieben Kindern noch dazu. Sie hat also Erfahrung im Umgang mit quengelnden Wichten, was ihr die Arbeit mit den Politikern in Brüssel sicher erleichtern wird. Und an die Deutschen unter Ihnen: Seien Sie doch froh, dass Sie die Frau los sind. Wer sein Ministerium nicht im Griff hat, bekommt den wichtigsten Posten in der EU. Jeder hat eine zweite Chance verdient.

Es ist erfreulich, dass Sie als gemeines Fußvolk bei den Wahlen zum Europäischen Parlament so zahlreich Ihre Stimmen abgegeben haben. Dazu haben wir Sie ja auch ermuntert. Aber deshalb zu glauben, Ihre Stimme würde tatsächlich etwas zählen? Das war schon reichlich naiv von Ihnen. Es gehört nun mal zur Politik dazu, den Bürgerinnen erst Spitzenkandidaten vorzustellen und diese in TV-Duells gegeneinander antreten zu lassen, um nach der Wahl eine gänzlich neue Kandidatin aus dem Hut zu zaubern. Seien Sie doch keine Spielverderber!

Und mal unter uns: Hätten Sie als Viktor Orbán etwa für einen aussichtsreichen Kandidaten wie Frans Timmermans gestimmt, der vorher gegen Ihr Land vorgegangen ist wegen Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit? Eben. Da ist Uschi doch viel unbedarfter. Die stellt ein paar Berater ein, die dann feststellen, dass alles in Ordnung ist mit Demokratie und Rechtsstaat in Polen, Rumänien, Ungarn, Italien, … Wenn von der Leyen die EU-Kommission führt, wie sie die Bundeswehr ausstattete, ist die Kommission in ein paar Jahren ohnehin nicht mehr funktionsfähig. Dann müssen wir es nur noch schaf

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