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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2018
Geborgen und unbehaust
Was Religion über Heimat sagt
Der Inhalt:

Nachgefragt: Trump, Putin – und jetzt?

Was hat das Treffen der beiden Staatspräsidenten gebracht? Fragen an den Politikberater Michael Lüders

Publik-Forum: Herr Lüders, hat das jüngste Treffen Putin-Trump mehr gebracht als einen Imagegewinn für Putin?

Michael Lüders: Auf jeden Fall ist es ein Gewinn, wenn sich die Präsidenten der beiden größten Atommächte der Welt treffen, worüber sie auch immer im Einzelnen verhandelt und diskutiert haben mögen. Wir wissen es ja nicht genau.

Was hätten die beiden in Sachen Atomabbau denn verabreden können?

Lüders: Es geht darum, ein nicht mehr vorhandenes Vertrauen wiederherzustellen. Die gegenwärtigen Atomvereinbarungen enden im Jahr 2020. Konkret endet dann der Vertrag zur Verringerung strategischer Trägersysteme für Nuklearwaffen (Start). Diese und andere Vereinbarungen gilt es zu erneuern und zu erweitern. Das geht nur, wenn auf beiden Seiten der politische Rahmen gegeben ist.

Hat das Treffen Ansätze dazu geliefert?

Lüders: Das ist schwer zu ermessen. Es ist aber zumindest bemerkenswert, dass es nach Monaten der Konfrontation wieder eine Annäherung gegeben hat. Ich erinnere nur an die Nervengift-Affäre in England und die beiderseitige Ausweisung von Diplomaten. Die Konfrontation zwischen den USA und Russland in der Ukraine, in Syrien sind ebenfalls Themen, die diskutiert werden müssen.

Auch in Syrien vertreten ja beide völlig gegensätzliche Interessen. Wäre eine Annäherung eine Chance oder Gefahr für Syrien?

Lüders: Es wäre ein Chance. Denn dieser Krieg ist gleichermaßen ein Bürgerkrieg wie auch ein Stellvertreterkrieg. Und die beiden wichtigsten Mächte, die auf diesen Krieg eing