Das Wissen der Ixil
Es gibt Völker, die dazu verdammt zu sein scheinen, in den verborgenen Winkeln der Geschichte zu überleben. Im 15. Jahrhundert haben die Vorfahren des heutigen Mayavolkes der Ixil die grausamen Feldzüge des spanischen Eroberers Pedro de Alvarado im Hochland von Guatemala überlebt. Als in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts Soldaten der guatemaltekischen Armee mit einer Strategie der verbrannten Erde Dutzende ihrer Dörfer dem Erdboden gleichmachten, hat die Weltgemeinschaft davon nahezu keine Notiz genommen. Heute kommen viele internationale Nichtregierungsorganisationen in die Dörfer der Ixil, um Hilfsprojekte durchzuführen. Doch auch sie ignorieren häufig die Kultur und das Wissen dieses Volkes.
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Die Vereinten Nationen haben den 9. August zum Internationalen Tag der indigenen Völker ausgerufen, um deren Recht auf Überleben und Selbstbestimmung zu stärken. Weltweit gibt es rund 5000 indigene Völker. Häufig werden sie gezwungen, sich dem Lebensstil der westlichen Welt anzupassen. Ihre Lebensräume werden eingeengt und ihre Kulturen durch Großprojekte internationaler Konzerne bedroht.
