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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2010
Es reicht!
Sieben Gebote für eine ethische Revolution des Finanzwesens
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 23.07.2010

Robert Zollitsch,Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hat die neuen Normen des Vatikans zur Verfolgung von sexuellem Missbrauch begrüßt. Die Glaubenskongregation gebe mit diesen Bestimmungen »ein klares Signal für die rückhaltlose Aufklärung und Ahndung solcher Untaten«, sagte der Freiburger Erzbischof. In den Vatikannormen wird die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch von zehn auf zwanzig Jahre erhöht und der Umgang von Klerikern mit kinderpornografischem Material zum »schwerwiegenden Delikt« erklärt. Zollitsch stellte klar, dass die Kirche mit diesen Bestimmungen »nur ihren eigenen kircheninternen Rechtskreis regelt«. Die Bestrafung von Tätern nach den staatlichen Gesetzen der verschiedenen Länder bleibe davon völlig unbenommen. Der Erzbischof entschuldigte sich zugleich dafür, dass man 1991 in einem gravierenden Missbrauchsfall durch einen Pfarrer der Diözese Freiburg nicht die Staatsanwaltschaft eingeschaltet habe. Zollitsch, der damals Personalreferent war: »Wir wollten einen gebrochenen, suizidgefährdeten Mann nicht in den Tod treiben.« Diese Überlegung sei aus heutiger Sicht falsch gewesen.

Johannes Caspar,Datenschutzbeauftragter in Hamburg, hat Facebook angezeigt. Das soziale Netzwerk im Internet erhebe und speichere ungefragt auch die Daten von Personen, die nicht bei ihm angemeldet sind. Facebook wertet die E-Mail- und Handy-Adressbücher seiner Nutzer aus, um sie als Werbe- und Einladungsadressen zu nutzen.

Aydan Özoguz,Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, lehnt die Entscheidung für ein Burkaverbot in Frankreich ab. Die Burka diskriminiere die Frauen und verhindere deren Integration. Ein Verbot könne aber dazu führen, dass die betroffenen Frauen das Haus gar nicht mehr verlassen könnten und die Wohnung zum Gefängnis würde. »Statt eines Verbots müssen wir mit allen Mitteln versuchen, dass keine Frau mehr gezwungen wird, die Burka zu tragen«, sagte Özoguz.

Karl Jüsten, Leiter des Katholischen Büros bei der Bundesregierung, hat dem Weltfußballverband FIFA vorgeworfen, bei der Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika zu wenig auf Nachhaltigkeit geacht

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