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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 14/2010
Es reicht!
Sieben Gebote für eine ethische Revolution des Finanzwesens
Der Inhalt:

Die Deutschen und ihr Geld

von Wolfgang Kessler vom 23.07.2010
PFplus

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Über Geld sprechen die Deutschen nicht – ebenso wenig wie über Gott. Zumindest gilt dies für jene Hälfte der Deutschen, die mehr Geld haben, als sie zum Leben brauchen. Die andere Hälfte hat zu Geld oft ein schizophrenes Verhältnis. Einerseits soll es beruhigen, andererseits löst es vor allem Ängste aus: vor Inflation, vor einem Verfall des Euro, vor dem Staatsbankrott. Diese Angst wird in Büchern kultiviert und in Internetforen zu Verschwörungstheorien hochgeschrieben. Mit der Angst um das Geld wird viel Geld verdient.

Zugegeben, die Unsicherheit über die Zukunft lässt sich nicht wegdiskutieren: beim Klima, bei den Arbeitsplätzen, bei den Renten und auch beim Geld. Nüchtern betrachtet, ist jedoch von einer Inflation, die seit Jahrzehnten vorhergesagt wird, nichts zu sehen, der Euro steht höher