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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2020
Der Gott von gestern
Warum die Kirchen in der Krise sprachlos sind
Der Inhalt:

Streit über Priesterausbildung

vom 10.07.2020
Werdende Priester sollen von anderen Theologiestudierenden getrennt lernen

Die Deutsche Bischofskonferenz hat Pläne für die künftige Priesterausbildung vorgestellt. Sie reagiert damit auf die anhaltend geringe Zahl an Kandidaten. Vorausgegangen war ein Vorschlag aus der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste zur »Profilierung und Konzentrierung der Priesterausbildung auf Bundesebene«. Demnach soll die Zahl der Universitätsstandorte zur Priesterausbildung stark reduziert werden. Für das Hauptstudium sind nur München, Münster und Mainz vorgesehen. Unberührt bestehen bleiben würden die neokatechumenale Ausbildung in Köln und das Collegium Orientale in Eichstätt. Die Tübinger Dogmatikprofessorin Johanna Rahner kritisiert, hinter dem Entwurf stünde das »Ideal einer Priesterausbildung, wie es Mitte des 16. Jahrhunderts auf dem Konzil von Trient formuliert wurde. Junge Männer werden kaserniert, um sie getrennt von den anderen Studierenden vermeintlich geschützt, behütet und exklusiv als Priesterkaste auf ihren Einsatz vorzubereiten.« Auch die Rolle der universitären Theologie sei dadurch in Gefahr. Dagegen verteidigt der Trierer Bischof Stephan Ackermann den Vorschlag. Für die Ausbildung künftiger Priester sei auch die Gemeinschaft des Priesterseminars wichtig; dazu brauche es aber eine entsprechende Größe. Die Bischofskonferenz will weitere Diskussionen, eine Entscheidung stehe noch aus.

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