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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2020
Der Gott von gestern
Warum die Kirchen in der Krise sprachlos sind
Der Inhalt:

Der Bleistift des Liedermachers

von Eva-Maria Lerch vom 10.07.2020
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CD. Reinhard Mey sitzt im Auto, verpasst versehentlich die Ausfahrt und kommt so am Ort seiner Kindheit vorbei. In der kurzen Zeit, wo er bei Rot an der Ampel steht, schaut er auf sein verwittertes Elternhaus und lässt die Szenen, die er darin erlebt hat, an sich vorüberziehen. Er sieht seinen Vater vor dem Röhrenradio, den Tauchsieder seiner Mutter und erinnert sich an die Sorgen, die beide sich um die Zukunft ihres Sohnes gemacht haben, der nie etwas anderes wollte als Lieder schreiben. Er erinnert sich an die Zeit, wo er mit seinen Kindern hierherkam, und berichtet den verstorbenen Eltern, was aus den geliebten Enkeln geworden ist. »Das Haus an der Ampel« ist so etwas wie eine Lebensbilanz des inzwischen 77-jährigen Liedermachers. Der sanft melancholische Rückblick bestimmt das titelgebende Stück und den Ton des ganzen Albums. So bedankt sich Mey bei seinem Bleistift, der sich für seine Lyrik verzehrt, immer »gute Mine« dazu gemacht hat und jetzt zum Stummel geschrumpft ist. Er beschreibt die vielen Hotelzimmer, die ihm auf seinen Tourneen Obdach gaben, und singt ein Wiegenlied für sein Enkelkind, das »Sonnenlämmchen«. Der Doppel-CD liegt ein Text- und Fotobuch bei mit Bildern aus dem Leben Reinhard Meys, der viele Fans mit Glut, Humor und Poesie begleitet hat und sich hier nun auch seiner Endlichkeit stellt: »Will schiffbrüchig in deinen Armen versinken/ Ein König in Thule noch Lebensglut trinken/ Den Becher leern, wenn die Dämmerung fällt/ in Einklang mit Dir, mit Gott und der Welt.«

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