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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2020
Der Gott von gestern
Warum die Kirchen in der Krise sprachlos sind
Der Inhalt:

Abschied von der Mutter

von Brigitte Neumann vom 10.07.2020
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Roman. Was an diesem Buch sofort auffällt, ist sein aufrichtiger Ton. Diesem Ton mag man sich, auch weil er von der ersten bis zur letzten Seite beibehalten wird, anvertrauen. Das ist wichtig, denn es geht ums Sterben, ein Thema, das uns wohl alle am meisten ängstigt. Und wer jemals einen Kondolenzbrief geschrieben hat, weiß, wie schwer es ist, die richtigen Worte zu finden.

Die preisgekrönte Schriftstellerin Melitta Breznik trifft ihn, diesen richtigen Ton. Etwa wenn die schweiz-österreichische Autorin und Psychiaterin über das Martyrium des Sterbens ihrer betagten Mutter schreibt: »Das ›Aus-der-Welt-Gleiten‹ ist manchmal kein Gleiten, sondern ein Zerren, ein Winseln und Toben, ein innerliches Kreischen und Schlagen, das dann doch wieder in ein Schweben umzusch

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