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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2018
Die geheimnisvolle Kraft der Kreativität
Der Inhalt:

Gemeinsam gegen das Vergessen

Neue Gedenkstätte in Weißrussland erinnert an ein monströses Verbrechen

Ein Ort des Grauens und der Schuld soll nicht vergessen sein: In Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Ende Juni ein neuer europäischer Erinnerungsort in Weißrussland der Öffentlichkeit übergeben worden. Die Gedenkstätte des Vernichtungslagers Maly Trostenez im Wald von Blagowschtschina erinnert an die mindestens 50 000 Opfer aus Weißrussland, Deutschland, Österreich und Tschechien, die hier ermordet wurden. Es handelt sich um die größte Massenvernichtungsstätte in der von Hitlerdeutschland besetzten Sowjetunion. Der neue Erinnerungsort hier wird von Deutschland mit einer Million Euro unterstützt.

Zurückgeht der neue Gedächtnisort auf eine 2013 ins Leben gerufene Initiative des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks in Dortmund (IBB Dortmund). Die Idee war auf einer Gedenkreise mit rund einhundert Teilnehmenden aus Deutschland entstanden. Das Projekt hatte vor allem in den Städten Berlin, Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Köln, Bonn und Frankfurt am Main große Unterstützung gefunden. Denn aus diesen Städten waren in den Jahren 1941 und 1942 jüdische Mitbürger nach Minsk deportiert worden. Kommunen, Kirchen, private Spender, die Bethe-Stiftung, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie das Auswärtige Amt hatten daraufhin den deutschen Beitrag aufgebracht.

Wesentlichen Anteil an dieser erfolgreichen Spendensammlung hatten auch die jüdischen Gemeinden, die katholische und die orthodoxe Kirche in Weißrussland sowie die Geschichtswerkstatt »Leonid Lewin« Minsk und die Minsker Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte »Johannes