Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2017
Wem gehört die Welt?
Einblicke in die Machtverhältnisse des globalen Kapitalismus
Der Inhalt:

Alte Rosen und roter Mohn

von Anita Rüffer vom 07.07.2017
Im Samengarten Eichstetten werden alte Tomatensorten, Schwarzwurzeln und Karotten kultiviert. Gegen Spende gibt es ein Samentütchen

Schon von Weitem leuchtet das Feld mit dem roten Klatschmohn, dazwischen das Blau der Kornblumen. Ein Holzzaun umschließt den Samengarten am Rand des Kaiserstühler Winzer- und Gemüsedorfs Eichstetten. Dahinter wachsen alte, fast ausgestorbene Rosensorten: eine echte Damaszenerrose, eine Stink-, eine Moosrose.

Drinnen im Garten weist Thomas Gladis die Teilnehmer der öffentlichen Führung auf blühende Möhren, Salate und Schwarzwurzel hin. Wie eine große Pusteblume verstreut das in Deutschland selten gewordene Gemüse seine Samen. Verwöhnt werden die Sämlinge im Samengarten nicht, wie der dort ehrenamtlich aktive Kulturpflanzenforscher Gladis erklärt: kein Wässern, kein Düngen. Eine dicke Mulchdecke und gelegentliches Hacken müssen genügen. »Damit wir robustes Saatgut und starke Nachkommen erhalten, brauchen die Pflanzen permanenten Stress«,

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen