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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2013
"Wir brauchen einen toleranten Islam"
Malis höchster Iman Mahmoud Dicko kämpft für seine Vision
Der Inhalt:

»Wir wollen nur leben«

von Anke Schwarzer vom 12.07.2013
Andreas A. (25) hat in Libyen Krieg und Vertreibung überlebt.
In Hamburg kämpft er darum, als Flüchtling anerkannt zu werden
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Ich komme gerade vom Joggen und bin etwas verschwitzt. Fast jeden Morgen laufen ein paar Leute von uns mit dem Pastor vier Kilometer den Hafen entlang. Seit Anfang Juni übernachten wir – etwa achtzig Männer aus Nigeria, Mali, Togo, Niger, dem Sudan, der Elfenbeinküste – hier in der St.-Pauli-Kirche in Hamburg. Ich habe lange auf der Straße gelebt, viel Schlimmes gesehen und erlebt, und jetzt habe ich endlich ein Dach über dem Kopf.

Ich bin im Norden Ghanas aufgewachsen. Als Jugendlicher bin ich 2005 geflohen, denn es gab dort schwerwiegende Konflikte und viele Leute verloren ihr Leben. Die Lage ist hart, und deshalb möchte ich auch nicht den Namen meines Volkes oder gar meinen Familiennamen nennen! Ich bin mit dem Auto durch die Sahara nach Libyen gefahren. In Tripol