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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2012
Satte Geschäfte
Wie Spekulanten Hunger machen
Der Inhalt:

Gauck und der Islam

vom 04.07.2012

Zu: »Gaucks GAU« (11/12)

Vielen Dank, liebe Frau Baas, für Ihre aus dem Geist der Aufklärung formulierten Klarstellungen gegenüber Herrn Gauck. In der Tat sollte Herr Gauck sich noch einmal von seinem Beraterteam den Einfluss und die Bedeutung des Islams für die europäische Geistesgeschichte erklären lassen.

Paul Haverkamp,Publik-Forum online

Zur Diskussion um die Bedeutung des Islams für die Kultur Europas: Die antiken Traditionen fanden nach Verbot durch die christlichen Machthaber im islamischen Raum zu neuer Blüte, insbesondere im Wissenschaftszentrum Bagdad. Im islamischen Kulturraum entstand die am höchsten gebildete Gesellschaft der Welt. Gegen die Entwertung der sichtbaren Welt in platonischer Philosophie und mittelalterlicher christlicher Theologie setzte der Koran einen auf Empirie und Faktenanalyse gerichteten Geist. Schrittweise vermittelt durch arabische und jüdische Gelehrte, eröffnete sich insbesondere seit dem 12. Jahrhundert für das noch tief im Mittelalter steckende Europa eine neue Zeit. Die gewaltigen Neuerungen des christlichen Abendlandes, zu denen Entdeckungen und Kolonialismus, Renaissance und Reformation, Aufklärung und industrielle Revolutionen gehören, waren überhaupt nicht möglich ohne die philosophischen, mathematischen, medizinischen und technischen Leistungen von islamischen Wissenschaftlern.

Fritz-Günter Held, Schwerte

Der mit lockerer Hand, aber mit Mangel an staatlichem Verantwortungsbewusstsein und genauer Unterscheidungsgabe geschriebene Artikel von Britta Baas gegen unseren Bundespräsidenten fordert zu einer Kritik heraus. Warum bezeichnet sie die Bemerkung Gaucks in maßloser Übertreibung als »GAU«? Bedroht sie etwa unser Land? Oder schmälert sie die Lebenschancen der redlichen Muslime, die in unserem Land aus den Werten ihres Glaubens leben wollen? Man kann die Augen nicht davor verschließen, dass der Islam bei uns in zweifacher Form erscheint: zum einen als die mehr oder weniger frommen, aber nicht organisierten Moslems, die unter uns leben und arbeiten, zum anderen als der organisierte, intolerante und kämpferische Islam hierzulande und im Ausland.

Anton Wagner,Bruckmühl

Herr Gauck hat die Gründung von Lehrstühlen für

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