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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2020
Erbsünde Rassismus
Schwarze Befreiungstheologie von der Sklaverei bis zur Ermordung George Floyds
Der Inhalt:

»Vertraue auf Gott, aber binde dein Kamel an«

von Anne Strotmann vom 03.07.2020
Wir sprechen über Vertrauen vor allem dann, wenn es fehlt: In der Corona Krise, in der Kirche, in Beziehungen. Und was heißt das eigentlich: Gottvertrauen?
Vertrauen – kinderleicht? (Foto: Photocase/Pippilotta)
Vertrauen – kinderleicht? (Foto: Photocase/Pippilotta)

Unser Hund misstraut allem und jedem: kleinen Hunden, Kindern, Männern mit Hüten, Frauen mit Krücken, großen Plastiktüten … Da er aus dem Tierschutz kommt, ahnen wir, dass er eine schlimme Kindheit hatte, was jetzt unser kleines Sozialgefüge belastet. Die einzigen, denen unser Hund vertraut, sind wir. Er hat gelernt, dass wir ihn regelmäßig füttern, ihn nicht im Stich lassen und in unserem Verhalten berechenbar sind. Nun schläft er zu meinen Füßen, wie eine Manifestation des Wortes Vertrauen. Der Tierpsychologe Konrad Lorenz stellte einst fest: »Wenige Dinge geben mir ein solch tröstliches Gefühl von Vertrauen, wie die Treue meines Hundes«.

Menschen, die bei der Datenkrake, pardon, Suchmaschine Google »Vertrauen« eingeben, kombinieren den Begriff oft mit den Substantiven »Hund«, »Katze«, »Pferd«, »Kind« und »Mitarbeiter«. Diese willkürlich anmutende Ansammlung hat eine Gemeinsamkeit: Abhängigkeit. Es ist einleuchtend, dass Vertrauen in solchen Beziehungen besonders wichtig ist. Aus den am häufigsten eingegebenen Anfragen geht außerdem hervor, dass Menschen Rat suchen: Wie stellt man Vertrauen her? Noch öfter fragen sie: Wie lässt sich Vertrauen wiederherstellen? Es stimmt ja: Wir sprechen eigentlich nur dann über Vertrauen, wenn wir bemerken dass es fehlt, beschädigt, verletzt oder zerstört wurde.

Was schafft Vertrauen?

Wer die Nachrichten verfolgt, hat derzeit viel Grund, über Vertrauen nachzudenken. Tun die Politiker und Politikerinnen in der Corona-Krise das Richtige? Kann man der Polizei vertrauen? Darf man angesichts der Lügen und Wahrheitsverdrehungen des US-Präsidenten und seiner Entourage noch auf die Dem

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