Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2019
Was ist heilig?
Der Inhalt:

Versäumnisse, Notlügen und ein fatales Ende

von Birgit Roschy vom 21.06.2019
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Kino. Auf der nächtlichen Nachhausefahrt muss der Gerichtsmediziner Dr. Nariman einem drängelnden Auto ausweichen. Dabei bringt er ein Motorrad, auf dem eine vierköpfige Familie unterwegs ist, zum Sturz. Nariman bietet dem Familienvater Geld für die Schäden an dem Fahrzeug und untersucht dessen leicht verletzten achtjährigen Jungen. Sein dringender Rat, ins Krankenhaus zu fahren, wird von dem ungeduldigen Moosa ignoriert. Am nächsten Tag erfährt Nariman, dass Moosas Sohn gestorben ist – angeblich an einer Fleischvergiftung. Der Arzt, der niemandem von dem Vorfall erzählt hat, verrennt sich zunehmend in Schuldgefühle. Wenn doch der Unfall die eigentliche Todesursache war? Auch Moosa, ein einfacher Arbeiter, fühlt sich schuldig; schließlich hat er seinem Sohn verdorbenes Fleisch gegeben. Aufgebracht will er den Verkäufer des Gammelfleischs zur Rede stellen. Zug um Zug entwickelt sich dieses iranische Drama zur packenden Parabel über Notlügen, Versäumnisse und ein allgegenwärtiges sich Durchmogeln, das in ein fatales Ende mündet. In seiner Erforschung der moralischen Fallstricke ist der eindringliche Film so präzise wie Nariman bei seinen Autopsien. In wenigen, perfekten Strichen wird zugleich die Malaise einer von herrischen Männern dominierten Gesellschaft skizziert, deren Klima von unterdrückter Wut und Anspannung vergiftet ist.

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.