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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2019
Was ist heilig?
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 21.06.2019

Heiner Wilmer, katholischer Bischof von Hildesheim hat in der Süddeutschen Zeitung seine Grundsatzkritik an den Machtstrukturen der katholischen Kirche erneuert. Das idealisierte Kirchenbild sei ein Grund dafür gewesen, dass es zu diesem Ausmaß sexualisierter Gewalt habe kommen können. Im letzten Jahrhundert sei die Kirche zu einer »Moralinstitution verkommen« mit dem »Fokus, was unter der Bettdecke passieren« dürfe und was nicht. Die Botschaft Jesu sei aber »in erster Linie keine Moral«. Zudem gebe es drängendere Fragen, mit denen sich Kirche beschäftigen sollte: etwa die gerechte Verteilung der Güter oder die Gerechtigkeit zwischen den Generationen. Wilmer sprach sich überdies für eine offene Diskussion über Weiheämter und Zölibat aus. »Wir können nicht mehr einfach sagen: Die Frage, ob Frauen zu den Weiheämtern zugelassen werden, ist erledigt.«

Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, fordert, alle Elektro- und Hybridautos mit sogenannten Warngeräuschen nachzurüsten. Lautlose Fahrzeuge seien eine große Gefahr für Fußgänger, Radfahrer, Kinder und Menschen mit Behinderung, sagte Bentele, die als blinde Sportlerin zu den erfolgreichsten Athletinnen der Paralympics gehört.

Moses Elisaf, griechischer Medizinprofessor, ist zum ersten jüdischen Bürgermeister Griechenlands gewählt worden. Ab September wird der 64-jährige unabhängige Lokalpolitiker die Stadt Ioannina regieren. In seinem Wahlerfolg sieht er auch »eine Botschaft gegen Vorurteile und Fanatismus«. In Ioannina lebten orthodoxe Griechen, Muslime und Juden jahrhundertelang friedlich zusammen – bis die Nazis kamen und die jüdische Gemeinde ermordeten. Dass nun ein Nachfahre von Holocaust-Überlebenden zum Bürgermeister gewählt wurde, ist für David Saltiel, Präsident des Zentralrats der Juden in Griechenland, ein hoffnungsvolles Zeichen.

Till Steffen, Justizsenator in Hamburg (Grüne), ist enttäuscht, dass sein Vorstoß zur Legalisierung des Containerns – darunter versteht man das Mitnehmen weggeworfener Lebensmittel aus Abfallbehältern von Supermärkten – gescheitert ist (vgl. S. 48). Er hoffe nun auf eine Lösung nach französischem

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