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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2018
Streit ums Abendmahl
Der Ökumene droht der Totalschaden
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

dieser Sommer hat es in sich. Schwülheiße Tage wechseln sich ab mit heftigen Gewittern, die jedoch nicht für erfrischend klare Luft sorgen, weil sich sofort das nächste Unwetter aufbaut. Im übertragenen Sinn gilt das auch für den Vatikan. Als die letzte Nummer in den Druck ging, hatten wir geglaubt, dass Papst Franziskus die Missbrauchskrise in Chile zum Anlass für einen reinigenden Neuanfang nimmt und sich als ein »Mann seiner Worte« erweist, so wie dies im gleichnamigen Film von Wim Wenders nahegelegt wird. Dazu gehört auch, dass er ernst macht mit dem von ihm selbst angemahnten Subsidiaritätsprinzip, wonach die nationalen Bischofskonferenzen Probleme vor Ort zunächst selbst lösen sollen. Wir waren überzeugt, dass Franziskus die Mehrheit der deutschen Bischöfe bestätigen würde, die sich für einen kleinen, aber bedeutsamen Fortschritt in der gelebten Ökumene vor Ort einsetzen. Passiert ist das Gegenteil. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf die Entscheidung des Papstes alle, die für eine eucharistische Gastfreundschaft gearbeitet haben. In restaurativen Kreisen löste das »Triumphgeheul« aus. Wir wollen uns damit nicht abfinden. Britta Baas fasst ab Seite 28 den Streit zusammen. Im Anschluss können Sie eine Petition an den Papst unterschreiben: Keine Ausgrenzung am Tisch des Herrn!

Krachend wie ein Gewitter entlädt sich auch der lang schwelende Streit zwischen CSU und CDU in Fragen der Flüchtlingspolitik. Mit Folgen für die Kolleginnen und Kollegen aus dem Politikressort. Sie warfen kurzfristig ihre Planungen über den Haufen und fragen aus aktuellem Anlass, ob nicht eine Minderheitsregierung jetzt angezeigt wäre (ab Seite 12).

Wie eine dampfig-wabernde Wolke drängt sich rassistische