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kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2018
Streit ums Abendmahl
Der Ökumene droht der Totalschaden
Der Inhalt:

Gerechtigkeit braucht alle

Beim Christlichen Friedensdienst Eirene lernen Jugendliche Frieden

Die junge Freiwillige Regina Maier war erstaunt, wie stark in Nordirland noch immer die Trennung der Konfessionen in den Köpfen der Menschen verankert ist. Gerade ist sie von einem Freiwilligenjahr beim Internationalen Christlichen Friedensdienst Eirene im nordirischen Belfast zurückgekehrt. Eirene ist in Nordirland auch Jahrzehnte nach den blutigen Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken mit Sozial- und Friedensprojekten tätig. Sie habe in Belfast viel für ihren eigenen Lebensweg gelernt, sagt die 21-Jährige aus Baden-Württemberg. »Vielleicht konnte ich einige Menschen zum Nachdenken bringen, wie ein Zusammenleben ohne hohe Mauern möglich ist.«

Der Verein Eirene mit Sitz im rheinland-pfälzischen Neuwied ist nach der griechischen Friedensgöttin benannt. Seit seiner Gründung vor mehr als sechzig Jahren setzt er sich für friedensstiftendes Handeln und gegen Diskriminierung ein. »Wir sind der Überzeugung, dass wir fürs Friedenmachen alle mit ihren ganz vielfältigen Perspektiven auf die globalen Herausforderungen brauchen«, erläutert Geschäftsführerin Anthea Bethge. Weshalb längst nicht mehr nur Deutsche zum Friedensdienst ins Ausland geschickt werden. Aktuell sind für Eirene 25 Fachkräfte aus mehreren Ländern der EU in neun Staaten Afrikas und Lateinamerikas im Einsatz. Dazu kommen die jungen Freiwilligen, die in 14 Ländern einen Friedensdienst leisten: Eine junge Frau aus Nicaragua ist dabei, deutsche Abiturienten, aber auch Mütter und Geflüchtete. »Sie alle wollen ein Jahr lang ihr Engagement, ihre Sprachkompetenz und ihre Talente für gerechtere Verhältnisse einbringen«, sagt Bethge. Außerdem begleitet Eirene jedes Jahr bis zu 15 junge Menschen aus Bosnien-Herzegowina, Ugand