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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2018
Streit ums Abendmahl
Der Ökumene droht der Totalschaden
Der Inhalt:

Das leere Versprechen der Sportfunktionäre

Das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat beklagt, dass die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien bei Weitem nicht die Verbesserungen in der Infrastruktur gebracht hat, die dem Land damals versprochen wurden. Vier Jahre nach dem Großevent sei die Bilanz ernüchternd. Weder die U-Bahn vom Flughafen Sao Paulo in die Stadt noch die Straßenbahn in die Regional-Hauptstadt Cuiaba sei fertiggestellt. Der Nahverkehr kollabiere, die öffentlichen Kassen seien leer, gerade im Gesundheitswesen. Leer stehen auch die für 3,5 Milliarden Euro errichteten Stadien, weil sich die Vereine die von den Betreibergesellschaften geforderten horrenden Mieten nicht leisten könnten. Das Resultat: Die leeren Fußballtempel dienen den Superreichen als besondere Location für Hochzeiten. Es wiederholt sich in Brasilien dasselbe Phänomen wie in Südafrika. Deshalb drängen etliche kirchliche Persönlichkeiten darauf, die Vergabe von sportlichen Großereignissen viel stärker an konkrete soziale und politische Bedingungen zu knüpfen und nicht ausschließlich an Kommerz.