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Verloren und gefunden

Die Australierin Brooke Davis hat den traurigsten wie lustigsten Roman dieses Sommers geschrieben. Er dreht sich um Verlust und feiert gleichzeitig das Leben
von Udo Taubitz vom 26.06.2015
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Millie Bird ist sieben. Zwar sammelt sie tote Dinge, aber darauf, dass auch ihr Vater plötzlich so ein totes Ding sein könnte, war sie nicht vorbereitet. Und schon gar nicht darauf, dass ihre Mutter sie einfach im Kaufhaus stehen lässt. In ihrer zweiten Nacht unter dem Ständer mit den Büstenhaltern lernt Millie Karl kennen. Karl ist 87 und aus dem Altersheim geflohen, weil er sich dort behandelt fühlte, als wäre er schon tot. Auf der Flucht vor dem Kaufhausdetektiv landen die beiden bei Agatha, 82, einer ruppigen Witwe, die täglich penibel ihre Falten vermisst. Millie weiß nicht, ob sie lachen oder weinen soll. Denn, so ihre Erfahrung: »Alle Erwachsenen, die sie kennt, reißen Stücke aus ihrem Herzen heraus und nehmen sie mit und geben sie nie mehr zurück.«

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