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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2015
Rettet diese Welt!
Die Umwelt-Enzyklika: Papst Franziskus und sein politischer Sonnengesang
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 26.06.2015

Peter Hundertmark
Gemeinden gründen!
Plöger. 266 Seiten. 16,80 €

»Eine wieder wachsende Präsenz von Kirche ist in Deutschland nur als Freiwilligen-Kirche vorstellbar.« So lautet die zentrale These dieses Buches. Inspiriert ist sie von einem Blick in die katholische Weltkirche sowie über deren Grenzen hinaus in Kirchenentwicklungskonzepte, wie sie von Freikirchen und Anglikanern betrieben werden. Für die selbst organisierte Form des Kirche- beziehungsweise Gemeinde-Seins – als lebendige Zelle miteinander gelebten Glaubens in der »Großkirche« – wählt der Autor die Bezeichnung »Ekklesie«. Auf einem tragfähigen theologischen Fundament entwirft er Wege ihrer Ausgestaltung und zeigt auf, wie Schwierigkeiten, die im Verlauf dieses Prozesses auftauchen können, zu meistern sind. Allerdings bleibt er dermaßen mit dem Innenleben dieser Ekklesien beschäftigt, dass die Frage, wozu sie über die Beteiligten hinaus gut sein sollen, zu kurz kommt. Norbert Mette

V. Bock/J. Frühbauer/
A. Küppers/C. Sturm (Hg.)
Christliche Friedensethik vor den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
Nomos/Aschendorff. 262 Seiten. 46 €

Neue Kriege fordern neue ethische Reflexionen. Dieser Sammelband bündelt friedensethische Reflexionen, wo Entstaatlichung und Technisierung des Krieges alte Kriterien unbrauchbar werden lassen. Einerseits fragt er grundsätzlich, ob die Lehre vom gerechten Frieden und die Lehre vom gerechten Krieg nützliche Erklärungshilfen in aktuellen Konflikten darstellen. Ande rerseits werden anwendungsbezogen neue Konfliktformen ethisch diskutiert: asymmetrische Kriege, Einführung neuer Militärtechnologien wie zum Beispiel Drohnen, Kampf um Ressourcen wie Wasser und Land, Migrationskonflikte, Schutzverantwortung oder internationale Terrorismusbekämpfung. Leider sind die Artikel vornehmlich auf den katholischen Diskurs in Deutschland konzentriert. Die Auswirkungen der engen Staats-Kirchen-Bindung werden nicht thematisiert. Die reiche und breite ökumenische Friedensdebatte, zum Beispiel im Ökumenischen Rat der Kirchen, pazifistische Ansätze oder auch Impulse aus den USA oder aus anderen, europäischen Zusammenhängen kommen nicht vor. So bleibt der Sammelband in seiner »Ultima-Ratio«-Denke der alten Friedenslehre verhaftet und vergibt

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