Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2014
Fulbert Steffensky: Spiritualität
Warum ich das Wort nicht mehr hören kann
Der Inhalt:

Vorgespräch
Zen im Westen

von Barbara Tambour vom 27.06.2014
Internationale Zen-Konferenz im Lassalle-Haus im Schweizer Bad Schönbrunn: Fragen an den Organisator und Zen-Lehrer Dieter Wartenweiler

Publik-Forum: Muss ich den Lotussitz beherrschen, wenn ich an der Konferenz »Zen im Westen« teilnehmen möchte?

Dieter Wartenweiler: Nein, müssen Sie nicht. Das Interesse an spirituellen Fragen reicht. Aber es ist von Vorteil, wenn Sie schon praktische Erfahrungen im Zen haben. Dann wissen Sie, um was es geht.

Für wen ist die Tagung interessant?

Wartenweiler: Für Menschen, die Zen praktizieren, und für solche, die eine spirituelle Praxis suchen. Die Tagung ist eine Möglichkeit, mit diesem Weg in Kontakt zu kommen und namhafte Leute, die ihn gehen, kennenzulernen.

Wird nur diskutiert?

Wartenweiler: Jeden Tag gibt es Vorträge und Workshops. Morgens und nachmittags werden wir auch in Stille sitzen. Aber anders als bei einem Zen-Sesshin nur recht kurz.

Ist Zen im Westen anders als im Osten?

Wartenweiler: Zen ist eine östliche Meditationspraxis und hat sich im dortigen Kulturkreis entwickelt. Hier im Westen trifft es auf einen anderen kulturellen Boden und auf eine andere Psychologie der Praktizierenden. Welche Folgen hat das? Was muss angepasst werden? Dabei reflektieren wir nicht nur äußere Formen, sondern auch das Grundanliegen.

Und das ist?

Wartenweiler: Zen verhilft zu spirituellen Erfahrungen, ohne einem Dogma zu folgen. Es betont die Einheit allen Seins. Im Westen stellt sich die Frage, ob es etwas zu einer »Globalisierung des Geistes« und so zum Frieden in der Welt beitragen kann.

Welche praktischen Weiterentwicklungen des Zen im Westen gibt es denn?

Wartenweiler: Die soziale Dimension des Zen, die Rolle und Bedeutung der Frauen und das Lehrer-Schüler-Verhältnis sind anders. Im Westen sind wir offener und demokratischer und gehen auch stärker auf die psychologische Dimension der Übenden ein. Wenn man in Stille sitzt, kommt manches hoch, das besprochen werden will. Im Osten wird das eher ausgesessen.

Auf welchen Vortrag freuen Sie sich?

Wartenweiler: Auf den des Japaners Fumon Nakagawa »Zen im Wandel der Zeit«. Er lebt seit Langem in Deutschland, kennt also beide Ku

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen