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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2013
Fernweh trifft Wirklichkeit
Wie fair kann Tourismus sein?
Der Inhalt:

Ein Auge, weinend

von Udo Taubitz vom 28.06.2013
»Ich hatte keine andere Wahl, als mich in dieses Buch hineinzubegeben«, schrieb David Grossman, der im Libanonkrieg seinen Sohn verloren hat
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Der bekannte israelische Schriftsteller David Grossman hat im Libanonkrieg 2006 seinen Sohn Uri verloren.
In seinem neuen Buch »Aus der Zeit fallen« gibt er dem Unfassbaren Sprache und Ausdruck; mit tastendem
Stift nähert er sich seinem Gefühlschaos: Verzweiflung,
Wut, Sehnsucht. Der nachfolgende Text ist ein
ungewöhnlicher Dialog aus Aussagen des Schriftstellers und Zitaten aus dessen bislang persönlichstem Buch.

Es stimmt nicht, dass wir keine Worte haben für so einen Schicksalsschlag wie den Verlust eines Kindes. Wenn einem so etwas passiert, ist die erste Reaktion zwar oft erst mal ganz physisch: Man will schreien, wegrennen oder – wie in meinem Buch – man will sich ein Loch in die Erde graben und sich hineinlegen. Aber irgendwann kommt der Moment, wo man das Bedürfnis