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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2021
Der vergessene Frieden
Warum zivile Konfliktlösungen so wichtig sind und was die Kirchen dafür tun
Der Inhalt:

Deutsche Waffen töten in Brasilien

vom 11.06.2021
PFplus

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In Brasilien werden so viele Menschen bei Polizeieinsätzen getötet wie in keinem anderen Land. Das ist das Ergebnis einer Studie, die terre des hommes Deutschland und Schweiz vorgestellt haben. Die von Polizei und Militär eingesetzten Waffen stammten oft aus deutscher oder Schweizer Herstellung. »Die Zahl der Todesopfer von Polizeigewalt in Brasilien steigt seit 2013 immer weiter an, 2019 waren es 6375, ein Viertel der Opfer war unter 19 Jahre alt«, teilte terre des hommes mit. Die Kinder- und Menschenrechtsorganisation forderte einen sofortigen Exportstopp sämtlicher Rüstungsgüter nach Brasilien. Der Studie zufolge ist Deutschland Brasiliens größter Waffenlieferant. 2020 habe Brasilien deutsche Rüstungsgüter im Wert von 114 Millionen Euro erhalten. Mehr als drei Viertel der Opfer seien Afrobrasilianer aus ärmeren Stadtvierteln. Fast alle Opfer seien Jungen oder Männer. Die Studie zeige auch, dass der brasilianische Staat seine Waffenbestände unzureichend kontrolliere.

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