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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2019
Auf der Kippe
Welche Zukunft hat die evangelische Kirche?
Der Inhalt:

Juden und Muslime wollen Begegnung

Muslime und Juden in Deutschland haben ein breites interreligiöses Begegnungsprogramm verabredet, um gegenseitige Vorurteile abzubauen und einander besser kennenzulernen. Angesprochen werden sollen Schüler, Studenten, Lehrer, Sozialarbeiter und Vertreter der Wirtschaft. Mit dem Erstarken der AfD, die »Islamfeindlichkeit in allen Facetten verbreite«, habe sich die politische Lage in Deutschland verändert, schreibt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, in der Süddeutschen Zeitung. Die Partei versuche, ein »gesellschaftliches Klima zu erzeugen, in dem Minderheiten Misstrauen und Abwehr entgegenschlägt«. Daher sei es wichtig, dass sich Juden und Muslime über ihre Erfahrungen als Minderheit austauschen. Der Geschäftsführer des Zentralrats, Daniel Botmann, ergänzte in der Jüdischen Allgemeinen: »Es gibt Themen, die uns verbinden, wie zum Beispiel Fragen der Religionsfreiheit, wenn wir über Beschneidung, Schächten oder das alltägliche religiöse Leben sprechen. Es gibt aber auch Themen wie zum Beispiel den Nahostkonflikt, die dazu führen, dass Vorbehalte entstehen.« Gerade weil der Nahost-Konflikt »auch auf den Schulhöfen Deutschlands ausgetragen werde« (Schuster), seien interreligiöse Begegnungen von größter Bedeutung – im Netz wie im Alltag.