Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2017
»Überall schwindet das Vertrauen«
Norbert Lammert über Medien, Demokratie und Kirche
Der Inhalt:

Ohne Erbsünde glauben

von Christian Modehn vom 09.06.2017
Warum das Christentum sich von dieser verhängnisvollen Lehre befreien sollte
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Papst Benedikt XVI. nahm seinen ganzen Mut zusammen, als er am 20. April 2007 die Lehre vom »Limbus puerorum« abschaffte. Diese Lehre, die ein heutiger Christ kaum kennt, geschweige denn nachvollziehen kann, reicht zurück bis in die Anfänge des Christentums. Für den Kirchenlehrer Augustinus war klar, dass ungetauft sterbende Kinder aufgrund der »Erbsünde« in die Hölle kommen, auch wenn sie als Babys überhaupt keine Gelegenheit hatten zu sündigen. Gegen diese Strenge entwickelten Theologen im Mittelalter die abgemilderte Version des »Limbus puerorum« (von Limbus: Saum, Rand). Nach dieser Vorstellung kamen ungetauft sterbende Kinder nicht mehr in dieselbe Hölle wie die auf ewig Verdammten, sondern an den »Rand«, in eine Art »Vorhölle«. Diese schloss zwar ebenfalls die Schau Gottes aus, war aber immerhin ein etwas angenehm