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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2016
Klare Kante, neue Hoffnung
Der Katholikentag in Leipzig
Der Inhalt:

Rennende Schneckenjäger

vom 10.06.2016

Jeden Morgen um kurz vor zehn Uhr werden auf dem südafrikanischen Weingut Vergenoegd in Stellenbosch mehr als tausend Laufenten auf die Weingärten losgelassen. Ihre Mission: Das Aufspüren und Vertilgen winziger weißer Dünenschnecken, die auf den knospenden Weinreben schmausen und die jährliche Ernte bedrohen. »Bevor wir die Enten hatten, mussten wir Schneckenköder auslegen«, sagt Winzer Marlize Jacobs. Heute dagegen benötigt man auf Vergenoegd kaum noch Pestizide, die nicht nur Schnecken, sondern sämtliche Insekten im Weingarten töten. Auf dem 57 Hektar großen Weingut säubern die Indischen Laufenten täglich zwischen einem halben und einem ganzen Hektar der Reben von Schädlingen. Einziger Nachteil der biologischen Schneckenjagd sind die Kosten: Die chemische Keule ist deutlich günstiger als ein quakender Rennstall von Enten.

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