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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2016
Klare Kante, neue Hoffnung
Der Katholikentag in Leipzig
Der Inhalt:

Arme Deutschlehrer

von Bernd Müllender vom 10.06.2016
PFplus

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Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge sollen künftig schneller die deutsche Sprache erlernen. So steht es im gerade beschlossenen Entwurf für ein Integrationsgesetz. Schon vor Ende des Asylverfahrens sollen die Integrationskurse verpflichtend sein. Allerdings: Bislang fehlt es an ausreichend gut ausgebildeten Lehrkräften für diese Kurse. Kein Wunder, denn die Vergütung ist miserabel: Der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge festgelegte Mindestlohn beträgt 23 Euro pro Stunde, in Ausnahmefällen sind sogar zwanzig Euro erlaubt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat ausgerechnet: Zwanzig Euro bei 25 Wochenstunden Unterricht bringen 990 Euro netto. Das soll sich jetzt ändern: Einem internen Papier des Innenministeriums zufolge soll das Mindesthonorar für Dozenten von Integrationskursen auf 35 Euro pro Stunde angehoben werden. Immerhin. Die Honorarerhöhung ändert allerdings nichts Grundlegendes an der prekären Situation der Deutschlehrer. Denn sie arbeiten meist auf Honorarbasis. Bei Krankheit oder während der Ferien erhalten sie kein Geld. Anfahrt, Gespräche, Vor- und Nachbereitung der Kurse werden nicht honoriert. Es geht um 16 000 unterbezahlte Honorarkräfte. Vielen droht Altersarmut, weil sie nicht genügend verdienen, um vorzusorgen.

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