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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2015
Rettet das Singen
Über die Macht der eigenen Stimme
Der Inhalt:

Der Kampf für den Regenwald

von Norbert Copray vom 05.06.2015
Buch des Monats: Was zu tun ist, damit die Biotope erhalten bleiben

Claude Martin
Endspiel
Wie wir das Schicksal der tropischen Regenwälder noch wenden können. Oekom. 320 Seiten. 22,95 €

»Die Grenzen des Wachstums« war der erste »Bericht an den Club of Rome« im Jahr 1972 überschrieben. Kürzlich ist der 34. Bericht erschienen. Die Risikoanzeige im Blick auf die zu Ende gehenden natürlichen Ressourcen und die maßlose Belastung der Erde war damals ein Medienhype. Ohne den Bericht von 1972 hätte es weder eine massive Umweltbewegung noch Die Grünen noch manches Umwelt-Feigenblatt in Parteiprogrammen und Parteitagsreden gegeben.

Doch die Wachstumstreiber, vor allem die Finanzkapital- und Produktionsmittelbesitzer, haben die Warnungen ignoriert oder heruntergespielt. Sie haben getrickst, beispielsweise durch neue Methoden des Fracking und die ungebrochen gigantische Verbrennung von Kohle. Deshalb hat Claude Martin mit seinem Buch »Endspiel« geradezu einen Aufschrei formuliert. Er will Lethargie, Gier und Borniertheit durchbrechen.

Der Schweizer Biologe, der jahrelang als Generaldirektor des WWF International tätig war und mitverantwortlich für die Schutzgebietsprogramme im Amazonas- und Kongobecken ist, schildert in seinem detailreichen und hintergründigen Buch »den geschichtlichen und den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem noch immer voranschreitenden Verlust tropischer Regenwälder und ihrer Rolle für die Klimastabilität«. Er stellt aber auch positive Entwicklungen heraus und skizziert eine Reihe notwendiger Maßnahmen, die es auch künftigen Generationen ermöglichten, sich »an der Magie eines unberührten Regenwaldes zu erfreuen«, wie die Ko-Präsidenten des Club of Rome, Anders Wijkman und Ernst Ulrich von Weizsäcker, im Geleitwort schreiben.

Was den Autor am meisten beunruhigt, hat »nichts mit der Vielzahl an Entwaldungstreibern zu tun, die sich identifizieren ließen, auch nichts mit der Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, darauf zu reagieren«. Es ist vielmehr »die Erkenntnis, dass all diese Einzelbedrohungen zunehmend und in fataler Weise in Wechselwirkungen treten, die Risiken dabei verstärken und somit das annähernd vollständige Verschwinden intakter tropischer Regenwälder im 21. Jahrhundert bedeuten könnten. Der Schutz der tropischen Regenwälder, die Erhaltung der Bio

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