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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2015
Rettet das Singen
Über die Macht der eigenen Stimme
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 05.06.2015

Martin Werlen
Heute im Blick
Herder. 192 Seiten. 14,99 €

Martin Werlen, Altabt der Klöster Einsiedeln und Fahr, ist über die Schweiz hinaus bekannt geworden durch sein Schreiben »Miteinander die Glut unter der Asche entdecken«. Sein neues Buch enthält hundert Denkanstöße, »Provokationen für eine Kirche, die mit den Menschen geht«. Der letzte ist als Gebet formuliert: »Du bist ein Gott der Überraschungen!« Aufmerksam zu werden für Überraschungen, die die Kirche heilsam irritieren und in Bewegung bringen, ist Anliegen dieses Buches. In Papst Franziskus erblickt Werlen dafür ein ermutigendes Vorbild. Die Denkanstöße reichen von der individuellen und gemeinsamen Glaubenspraxis im Alltag über Liturgie, Orthodoxie, Ökumene bis zur Kirchenpolitik. Wie ein roter Faden zieht sich das eingangs formulierte Motto durch das Buch: »Eine Kirche, in der alles klar ist, ist nicht katholisch.« Norbert Mette

Akademie Solidarische Ökonomie (Hg.)
Harald Bender/Norbert Bernholt/Klaus Simon
Das dienende Geld
oekom. 154 Seiten. 16,95 €

Man könnte es sich mit diesem Buch einfach machen und fragen: Was sollen alle diese theoretischen Debatten über Alternativen zum kapitalistischen Geldwesen? Sie kommen ja doch nicht über den Status des Gedankenspiels hinaus. Doch damit wird man dem Buch aus der Werkstatt der Akademie Solidarische Ökonomie nicht gerecht. Vier Autoren mühen sich um gründliche Analysen des herrschenden Finanzsystems. Und sie mühen sich noch mehr um die Frage: Welches Finanzsystem braucht eine Postwachstumsökonomie? Denn eines ist klar: Das herrschende Finanzsystem orientiert sich ausschließlich an der Rendite und treibt das Wachstum voran. Wer dazu Alternativen sucht, findet in dem Buch viele wichtige Konzepte: von einem Vollgeldsystem, das die Kreditschöpfung der Privatbanken begrenzt, bis zu Modellen einer Finanzierung des Staates, die unabhängig vom Markt bleibt. Das alles ist nicht einfach zu lesen, aber die Mühe lohnt sich dennoch. Wolfgang Kessler

Michael Mann
Sahibs, Sklaven und Soldaten
von Zabern. 254 Seiten. 14,95 €

Die weithin vergessene Sklaverei

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