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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2014
Gebt den Kindern das Spiel zurück!
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Der Inhalt:

Aufgefallen: Mutige Bekennerin

Meriam Yehya Ibrahim Ishaq heiratete einen Christen und wurde im Sudan wegen Abfalls vom Islam zum Tod verurteilt. Doch sie steht zu ihrem Mann

Ihr Schicksal bewegt die Welt: Meriam Yehya Ibrahim Ishaq sitzt unter furchtbaren Haftbedingungen in einem Frauengefängnis in Omdurman, der Schwesterstadt von Khartum, der Hauptstadt des Nordsudans. Amnesty International machte den Fall der jungen Christin bekannt. Seitdem haben sich mehr als eine halbe Millionen Menschen weltweit für ihre Freilassung eingesetzt.

Im August 2013 wurde Meriam Yehya in Khartum verhaftet. Angezeigt hatte sie ein Verwandter. Der Grund: Ihr Mann, Daniel Wani, ist ein Christ aus dem Südsudan. Als Muslimin darf sie nach dem im Nordsudan geltenden islamischen Recht keinen Christen heiraten. Die Beziehung wurde daher als Ehebruch bewertet und Meriam Yehya zu hundert Peitschenhieben verurteilt. Als das Gericht dann erfuhr, dass ihr Vater Muslim war, legte es nach. Jetzt lautet die Anklage, sie sei Muslimin und daher vom Islam abgefallen. Sie könne aber ihren christlichen Glauben ablegen und zum Islam zurückkehren, betonten die Richter und gaben ihr dazu drei Tage Zeit. Ishaq aber wollte nicht. »Ich bin Christin und bin nicht vom Islam abgefallen«, sagte sie laut Amnesty dem Gericht.

Meriam Yehya ist Ärztin und Mutter von zwei Kindern. Ihr knapp zwei Jahre alter Sohn Martin lebt bei ihr im Gefängnis. Ihm soll es sehr schlecht gehen. Ihre Tochter Maya kam im Gefängnis zur Welt. Glaubt man den Berichten, dann durfte Meriam Yehyar die Eisenketten, mit denen sie an den Füßen gefesselt ist, auch während der Entbindung nicht abnehmen und erhielt keinerlei medizinische Versorgung.

Die Mutter von Meriam Yehya stammte aus Äthiopien und war orthodoxe Christin; der Vater Muslim. Er verließ jedoch die Familie schon, als Meriam Yehya