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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2014
Gebt den Kindern das Spiel zurück!
Wie fairer Fußball geht
Der Inhalt:

Leserbriefe

Glühen für Europa

Zu: »Europa, aber richtig!« (9/14, Seite 13-15)

Das politisch gut gemeinte Projekt Euro hat zu wirtschaftlichen Fehlentwicklungen geführt, die zurzeit vor allem die Mittelmeer-Staaten, später auch wir zu spüren bekommen. Es sind nicht nur die neoliberalen Regeln für Unternehmen und Kapitalanleger, die in die Krise geführt haben, sondern auch die überbordende Subven tionspolitik im Namen einer sozialen Gerechtigkeit, die aus der Idee des friedlichen Zusammenlebens in Europa mehr und mehr ein »Euro-Monster (EUdSSR)« haben werden lassen. Dass viele Menschen europakritische Parteien wählen werden, ist vor diesem Hintergrund ein nachvollziehbarer, gesunder und demokratischer Prozess. Andreas Schiebe, Bad Neustadt

Ach, Herr Kessler, Sie sind ein glühender Europäer! Oder müssen Sie das in unserer Affirmationskultur nur einfach jeder kritischen Äußerung vorausschicken, damit Sie nicht verdächtig erscheinen? Kein glühender Europäer zu sein könnte ja schon heißen, ein böser Populist zu sein. Ich bin keine glühende Europäerin. Soll ich, wenn ich mich als solche verstehen sollte, ständig an eine Bedrohung von außen denken, damit der Großraum Europa mir ein Überleben gegen irgendwelche Aggressoren garantiert? Soll ich der Wirtschaftsmacht Europas vertrauen, Griechenlands, Portugals, Irlands Prosperität? Nö, danke! Wissen Sie was, Herr Kessler, mir geht diese »Bekenntniskultur« gegen den Strich. Glühen Sie doch auch für etwas; was von Ihrer Wärme wirklich etwas hat. Christa Hergeth, Dortmund