Zur mobilen Webseite zurückkehren
Schriftgröße ändern:

Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2014
Gebt den Kindern das Spiel zurück!
Wie fairer Fußball geht
Der Inhalt:

Die Macht der Ohn mächtigen

Warum ich die Ökumenische Versammlung 2014 in Mainz als Meilenstein für Frieden und Gerechtigkeit erlebte. Ein Zwischenruf

So mancher Teilnehmende hat die Ökumenische Versammlung in Mainz kritisch hinterfragt (Publik-Forum 9/2014), für mich war sie ein Meilenstein.

Diese Versammlung legte die lebensfeindlichen Aspekte unseres derzeitigen Zivilisationsmodells schonungslos bloß. Aufgedeckt wurde die Durchdringung aller ökologisch-sozialen Bereiche durch die renditeorientierte Wirtschafts- und Finanzstruktur, die Aushöhlung demokratisch verbriefter Rechte durch Regierende und die fehlende Rechtssicherheit.

Für mich als Bürger aus der ehemaligen DDR wurden einmal mehr Parallelen zwischen der überwundenen real-sozialistischen und der sich derzeit global auswalzenden Gesellschaftsordnung sichtbar: Die Verwerfungen sind ähnlich groß. Doch in Mainz wurden wenigstens die Ursachen dieser Probleme radikal analysiert und die Verwerfungen beim Namen genannt. Ein Thema als Beispiel für den direkten Einfluss der Konzerne auf die Politik war das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der Europäischen Union, das der Schöpfung schweren Schaden zufügen kann.

Darüber hinaus widersprach die Versammlung entschieden den in Europa zunehmenden Militarisierungstendenzen und dem Hang, Deutschland in militärische Konfliktlösungsmodelle einzubinden, wie sie in der Rede von Bundespräsident Joachim Gauck auf der Sicherheitskonferenz in München deutlich wurden. Andreas Zumach, friedenspolitisch engagierter Journalist aus Genf, wies darauf hin, wie verführbar mächtige Nationen und Regierungen für militärische Lösungen geworden seien. Dagegen machte die Ökumenische Versammlung deutlich, genau zu prüfen, wann und ob militärische Eing