Zur mobilen Webseite zurückkehren

<man weclass="marker_man" id="{97CAD28B-4EA4-41D2-A2CD-3C7E537E10CE}" name="_GoBack" tgtype="" />Sozialprotokoll
»Es lebt sich schlecht«

Jahrelang ohne Girokonto: Alex M. war Kleinunternehmer gewesen. Doch als seine Spedition pleiteging, kündigte ihm die Bank
von Martin Staiger vom 13.06.2014
Artikel vorlesen lassen

Zwei Millionen Kilometer habe ich in acht Jahren runtergerissen, zwei Lkws sind dabei draufge gangen. Mal hatte ich mehr, mal weniger Aufträge, aber immer lief das. 2011 fing der Mist dann an. Einer meiner besten Kunden hat nicht mehr gezahlt. Über 20 000 Euro hätte ich von dem gekriegt. Das hältst du als Ein-Mann-Unternehmen nicht lange aus. Ich konnte meine Außenstände nicht mehr alle bezahlen, das Konto ging mit dreieinhalbtausend in die Miesen. Da hat die Sparkasse mein Konto aufgelöst, weil sie keine Hoffnung mehr hatte, dass ich das je wieder ausgleichen kann. Obwohl ich jahrelang dort Kunde war! Dann kamen die ersten Pfändungen, irgendwann war der Lkw weg, weil ich die Leasingraten nicht mehr zahlen konnte. Da war es vorbei. Eine Spedition ohne Lkw – das geht gar nicht. Irgendwann habe ich die Hoffnung verloren, alles schleifen lassen, dann wurde der Schuldenberg immer größer.

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0