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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2014
Gebt den Kindern das Spiel zurück!
Wie fairer Fußball geht
Der Inhalt:

Bunt, bewegt – beliebig?

Das Jugendprogramm ließ keine Wünsche offen. Es wurde schier alles geboten. Doch ist alles genug?

Als Erstes fällt auf, wer nicht da ist: Punks, Jugendliche mit Piercings, Tattoos oder bunt gefärbten Haaren. Die jungen Rebellen sucht man vergeblich. Manch einer sucht auf dem Außengelände des Zentrums Jugend wohl auch Gott vergeblich. Wo hat Er sich nur versteckt im Jugendprogramm des Katholikentags? Vielleicht im Chill-out-Zelt? Oder im Kletterparcours? Einige Jugendliche sind wegen des »Spaßprogramms« gekommen. Andere, weil sie an religiösen Inhalten interessiert sind. Viele sind wegen beidem da.

Und der Schwerpunkt? »Wir wollen ein möglichst breites Angebot haben. Für alle zwischen 13 und 27 Jahren soll etwas dabei sein«, sagt die Bildungsreferentin und Diözesanvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Lisa Praßer. Als Vorsitzende des Arbeitskreises Jugend war sie an der Ausgestaltung des Programms beteiligt.

Bunt also sollte es sein – und bunt ist es in der Tat geworden. Das ist zunächst etwas Positives. Bunt bedeutet Vielfalt. Bunt ist schön. Zu bunt kann aber auch Verwirrung stiften. Und so sitzen etliche Jugendliche leicht verunsichert herum und wissen nicht recht, was sie eigentlich machen sollen. Viele lassen sich treiben, sind ohne Plan gekommen.

Ein wenig planlos erscheint auch das Jugendprogramm. Viele tolle Veranstaltungen werden angeboten: ernste, witzige, religiöse, säkulare, coole, fromme. Katholisch soll alles sein. Aber wird es dadurch nicht beliebig? Das Zentrum Jugend bietet von allem ein bisschen. Und nichts richtig. Was ist der rote Faden? Gott?

Johannes Merkl ist geistlicher Verbandsleiter des BDKJ in Bayern und mit dabei