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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2012
Die Zeit des Gehorsams läuft ab
Nach dem Katholikentag
Der Inhalt:

Zerrissener Heiligenschein

von Hanspeter Oschwald vom 05.06.2012
Die jüngsten Skandalgeschichten im Vatikan offenbaren Intrigen und Machtkämpfe. Dabei geht es auch um die nächste Papstwahl
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Früher wäre die Frage fast ein Sakrileg gewesen. Auf einem Papstflug fragte ein amerikanischer Journalist lässig: »Heiliger Vater, macht Ihnen Ihr Job Freude?« Der Papst, ohne zu zögern: »Nicht immer, vor allem die Akten …« Die Antwort gab nicht Joseph Ratzinger, sondern Karol Wojtyla. Das war 1979. Diese Episode verdeutlicht, woran es heute im Vatikan krankt. Jener Wojtyla, Papst Johannes Paul II., kam von weither und hatte keine Ahnung von Kurie und Bürokratie. Er berief Kardinalstaatssekretäre als seine obersten »Macher«. Sie beherrschten den Apparat. Intrigen, Indiskretionen und Irritationen konnte er nicht verhindern. Die sind menschlich bei einer Bürokratie mit über 2500 Beschäftigten. Seine Leute aber hatten den Laden im Griff. Der aus der Kurie stammende Benedikt XVI. aber kontrolliert weder den Apparat,