Späte Anerkennung für Maria Langthaler
Mehr als 75 Jahre hat es gedauert, bis Maria Langthaler für ihren Mut und ihre Menschlichkeit geehrt worden ist. Die österreichische Bauersfrau versteckte 1945 zwei sowjetische Offiziere auf ihrem Hof, die mit etwa 400 sowjetischen Gefangenen aus dem Konzentrationslager Mauthausen fliehen konnten. Am nächsten Morgen rief die Lagerleitung eine »Treibjagd« aus, bei der sich auch die Zivilbevölkerung beteiligte. Sie ging als »Mühlviertler Menschenhatz« in die Geschichte ein. Nur elf Häftlinge überlebten. Die anderen wurden erschossen oder erschlagen. Nun überreichte der russische Botschafter Dmitrii Liubinskii in Mauthausen Langthalers Tochter Anna Hackl den Tapferkeitsorden der Russischen Föderation. Eine Ehrung durch das Land Österreich hat Familie Langthaler bis heute nicht erhalten.
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