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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2019
Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern
Eine Annäherung in fünf Schritten
Der Inhalt:

Kolumne von Katharina Müller-Güldemeister
Mein SUV

vom 24.05.2019
PFplus

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Es ist so weit: Ab heute spare ich auf einen SUV. Ich halte es nämlich nicht mehr aus, Bus und Bahn mit Leuten zu teilen, die die Sitze mit ihren Taschen belegen und solange gedankenversunken aus dem Fenster schauen, bis ich vorbeigegangen bin. Wenn ich erst einen SUV habe, muss ich auch nicht mehr zugucken, wie sich das Pärchen in der Straßenbahn mir gegenüber dicklippig abknutscht. Und nicht mehr mitanhören, wie der bullige Herr im blauen Anzug am Mobiltelefon seine Mitarbeiter zur Schnecke macht. Mit einem SUV hätte ich all diese Probleme nicht. Denn SUV-Fahrern gehört die Welt.

Okay, ich müsste ein dickes, hässliches Auto fahren – aber dafür wäre ich eben nicht mehr zu übersehen. Alle anderen Verkehrsteilnehmer würden mir selbstverständlich überall Vorfahrt gewähren, ob ich sie habe

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