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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2019
Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern
Eine Annäherung in fünf Schritten
Der Inhalt:

Leserbriefe

Etikettenschwindel!

Zu: »Wie christlich ist Ihre Politik?«
(8/19, Seite 12-16)

Schon immer habe ich es vermutet, jetzt ist es eindeutig gesagt: Die CDU-Fenster- und -Sonntagsredner sprechen zwar ständig von christlichen Werten, denen sie sich verpflichtet fühlen, aber diese Partei habe niemals den Anspruch erhoben, »eine christliche Politik oder gar eine konfessionell gebundene Politik zu machen«, so die derzeitige Chefin. Aufgrund ihres Bekenntnisses sollte die CDU das C im Namen redlicherweise streichen. Es ist ein Etikettenschwindel, der nur einem dient: die Wählerstimmen von Kirchenchristen abzugreifen. Und es bleiben Fragen offen: Wie hält es AKK mit Waffenlieferungen in arabische Staaten? Wie hält sie es mit den enormen Privilegien ihrer Kirche? Heinz Philippen, Jülich

Als ich diese Ausgabe von Publik-Forum bekam, dachte ich zunächst, das wäre eine Werbebroschüre der CDU-Pressestelle. Als ich den Inhalt las, wurde ich in meinem ersten Eindruck bestätigt: Die Fragen waren unkritisch und oberflächlich. Keine Fragen und Aussagen zur Wirtschafts- und Sozialpolitik oder zu den aktuellen sozialen Problemen: Klimaschutz, Altersarmut, Kinderarmut, sozialer Wohnungsbau, ungerechte Einkommens- und Vermögensverteilung! Herbert Conrad, Offenburg

Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden Interviewer bei den meist allgemein gehaltenen Antworten von Annegret Kramp-Karrenbauer sachkundiger, präziser eingehakt hätten. Elisabeth Nill, Esslingen

Ich betreue seit über fünf Jahren eine tschetschenische Familie, seit deren Asyl-Antragstellung in München. Ich kann an den C-Parteien nichts Christliches mehr entdecken. Ein Hinhalten, widersprüchliche Bescheide, Verlust von Originaldokumenten, angeblich Anträge verschollen gegangen, Androhung von Hunderten von Euro Geldstrafen und so weiter. So erging es mir mit den Münchner Ämtern bis zum eigenen Nervenzusammenbruch. Mit den vermeintlichen C-Parteien bin ich endgültig fertig, obwohl ich sie jahrzehntelang gewählt hatte. Hier sage ich mir inzwischen: Nie wieder! Uwe Marx,

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