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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2019
Die Kunst, den Kapitalismus zu verändern
Eine Annäherung in fünf Schritten
Der Inhalt:

Kein Tod auf Golgatha?

Hat Jesus seine Kreuzigung überlebt? Muss das Christentum neu gedacht werden? Leserstimmen zum Streitgespräch zwischen dem Historiker Johannes Fried und dem Theologen Magnus Striet in Publik-Forum 7/2019

Möglich mag sowohl das Überleben der Kreuzigung als auch der Kreuzestod Jesu sein. Ich frage mich: Was bedeutet »glauben«? Und mir drängt sich die Antwort auf, dass es das existenzielle Bekenntnis zu einem mir wesentlich erscheinenden Wert ist – mit dem Risiko, damit »auf die Schnauze zu fallen«. Dieser Wert heißt »Liebe«. Ich gehe davon aus, dass wir alle aus der Liebe kommen und mit unserem Tod in das Meer der Liebe zurückfallen. Das heißt für mich »auferstehen«. Karl Trojer, Terlan

Es hat mich österlich fröhlich gestimmt, mit Johannes Fried eine Darstellung zu lesen, die ich immer vertreten habe. Hanna Leinemann, Kiel

Magnus Striet hat recht, wenn er sagt, es lohne sich, auf die Thora-Frömmigkeit Jesu zurückzugehen. Aber wie das Streitgespräch zeigt, führt das sofort weiter zu der grundsätzlicheren Frage nach Jesus als dem Christus, dem Sohn Gottes. Und wenn wir Kind-Sein Gottes nicht mehr nur verstehen im Hinblick auf Jesus, sondern in gleicher Weise auf uns alle, was sagt das über die Gottessohnschaft Jesu? Für mich höchst brisante Fragen mit ungeheuren Konsequenzen. Das ganze theologische Lehrgebäude könnte ins Wanken geraten, das Christentum müsste tatsächlich neu gedacht werden, um eine der Eingangsfragen direkt positiv zu beantworten. Ludger Stricker, Nottuln

Sehr geehrter Herr Fried, als Historiker sind Sie nach Ihren eigenen Worten an Fakten interessiert – und dann wollen Sie es als