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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2018
Frieden in einer irren Welt
Katholikentag 2018: Ängste, Ideen, Sehnsüchte
Der Inhalt:

Editorial: Liebe Leserin, lieber Leser,

vergangenen Sonntag haben wir Pfingsten gefeiert – das Fest des überströmenden Geistes und der ansteckenden Begeisterung. Genau das also, was unsere Welt so dringend braucht und was wir oft schmerzlich vermissen. Doch es gibt zum Glück immer wieder kleine und große Pfingstwunder. So erlebten meine sechs Kolleginnen und Kollegen jedenfalls den diesjährigen Katholikentag. Erschöpft und begeistert kamen sie aus Münster zurück, erfüllt von den vielen Eindrücken und Begegnungen. Doch wie die verschiedenen Schwerpunkte zusammenfassen? In der Redaktion haben wir selten so lange über ein Titelbild diskutiert wie in dieser Nummer. Gab es eine Überschrift, unter der sich diese Fülle an Themen zusammenfassen lässt? Nach hitzigen Diskussionen einigten wir uns auf die Schlagzeile, die Sie jetzt vorne auf dem Heft sehen: »Frieden in einer irren Welt«. Die Sonderseiten mit unseren Berichten beginnen auf Seite 30.

Der Geist weht, wo er will. Und manchmal erfasst er Menschen, die gar nicht damit gerechnet haben: Der Manager Gerhard Dust hatte genug Geld verdient, um nicht mehr arbeiten zu müssen und sich dem Golfspiel widmen zu können. Da erreichte ihn die Nachricht vom Erdbeben in Haiti. Erschüttert beschloss er zu helfen. Ihm fiel ein, dass ihm ein Ingenieur von den Vorzügen eines besonderen Baustoffs erzählt hatte: Polymerbeton, hergestellt aus Kunstharz und Wüstensand oder aus feingemahlenem Bauschutt. Barbara Tambour hat ihn getroffen und sich erzählen lassen, wie er die Idee vom Haus aus Polymerbeton-Bauklötzen zur Marktreife gebracht hat – und warum er derzeit lernt, sich in Geduld zu üben. Auf ihrem Schreibtisch liegt jetzt ein kleiner Briefbeschwerer in Herzform, er sieht aus wie polierter Marmor, ist aber aus Polymerbeto