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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2014
Klaus Mertes: Was sich in der katholischen Kirche ändern muss
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 23.05.2014

Christoph Then, Sprecher der patentkritischen Organisation Testbiotech, hat die Entscheidung des Europäischen Patentamtes begrüßt, ein 2011 erteiltes Patent auf menschliche Spermazellen und die Auswahl des Geschlechts von Nachkommen zu widerrufen: »Der Mensch darf nicht zur Ware werden.« Textbiotech hatte gegen die ursprüngliche Entscheidung des Patentamtes Einspruch erhoben. Da das Amt an der Erteilung der Patente verdiene, sei der Anreiz gering, die ethischen Grenzen zu wahren«, erklärte Then. Zurückgezogen wurde auch die Anwendung des Patents für die Tierzucht. Nutznießerin wäre die britische Firma Ovasort gewesen.

Amos Oz, israelischer Literat, hält junge militante Siedler, die Moscheen angreifen und Palästinenser und arabische Israelis mit Hasstiraden überschütten, für nicht besser als Neonazis. Auch diese verprügelten Unschuldige und schändeten religiöse Stätten. Wohnungsbauminister Uri Ariel warf Oz vor, mit seinem Vergleich den Holocaust zu verharmlosen. Oz erwiderte, er habe nichts zurückzunehmen.

Walter Kasper, Kurienkardinal, hat die vatikanische Glaubenskongregation und den Dachverband der US-amerikanischen Ordensfrauen, die Leadership Conference of Women Religious, zu einem konstruktiven Dialog ermahnt. »Vielleicht müssen sich beide etwas ändern«, sagte Kasper. Er bezog sich auf ein Treffen im Vatikan, bei dem der Präfekt der Glaubenskongregation, der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller, den Ordensfrauen Glaubensirrtümer und eine »offene Provokation« des Vatikans vorgeworfen hatte. Die Ordensschwestern werden seit 2012 vom Vatikan überwacht. Ihnen werden Abweichungen von der offiziellen Lehre in Fragen der Homosexualität, der Abtreibung und des Frauenpriestertums vorgeworfen.

Irene Mihalic, Innenexpertin der Grünen-Bundestagsfraktion, hat eine unabhängige Beschwerdestelle gefordert, an die sich betroffene Bürger nach Übergriffen von Polizisten wenden können. Die Stelle solle sich an der Arbeit des Wehrbeauftragten oder des Datenschutzbeauftragten orientieren, sagte Mihalic.

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