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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2014
Klaus Mertes: Was sich in der katholischen Kirche ändern muss
Der Inhalt:

Stichwort: Im Angesicht des Elends

von Norbert Copray vom 23.05.2014
Armut, Ethik und Konsum – aus befreiungstheologischer Perspektive analysiert

Jörg Alt/Klaus Väthröder (Hg.)
Arme Kirche – Kirche für die Armen: ein Widerspruch?
Echter. 248 Seiten. 16,80 €

Mariano Delgado
Stein des Anstoßes
Bartolomé de Las Casas als Anwalt der Indios. eos. 207 Seiten. 14,80 €

Ludger Heidbrink/Imke Schmidt/Björn Ahaus (Hg.)
Die Verantwortung des Konsumenten
Campus. 328 Seiten. 34,90 €

Barbara Lukoschek
Ethik der Befreiung
Schöningh. 396 Seiten. 39,90 €

Gerhard Ludwig Kardinal Müller
Armut
Kösel. 176 Seiten. 17,99 €

Benedict Thomas Viviano
Das Reich Gottes in der Geschichte
Zwischen Befreiungsbotschaft und Machtlegitimation. Pustet. 152 Seiten. 19,95 €

Es erregt Aufsehen, wenn der Chef der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, ein Buch veröffentlicht, dem Papst Franziskus ein Geleitwort beigibt und das – so der Untertitel – »unter Mitarbeit von Gustavo Gutiérrez und Josef Sayer« entstanden sein soll. Sayer war lange Jahre Hauptgeschäftsführer des Bischöflichen Hilfswerks Misereor, Gustavo Gutiérrez ist einer der entscheidenden Mitbegründer der Befreiungstheologie, die im Vatikan nicht unbedingt Freunde hat. Den Hardliner Müller verbindet eine jahrzehntelange Freundschaft mit Gutiérrez, den er immer wieder in den Elendsvierteln Perus begleitet. In seinem Buch befasst er sich mit der Befreiung von der »Armut« und tritt für die Befreiungstheologie ein. Der Band besteht zur Hälfte aus Texten von Gutiérrez und Sayer sowie aus Textpassagen Müllers, die anderweitig schon einmal erschienen sind.

Müller vertritt eine befreiungstheologische Richtung, in der er zwar aus einer »Option für die Armen« heraus das Elend der Armen und – viel zu plakativ – ihre Gründe schildert; doch die Aufgabe der Kirche sieht er eher in einer appellativen, pastoralen und karitativen Tätigkeit. Die politische Einflussnahme für die Rechte der Armen oder gar die Unterstützung für ihren befreiungspolitischen Kampf bleiben außen vor. Gleichwohl nimmt er sich wie Gutiérrez den Mönch Bartolomé de Las Casas zum Vorbild, der im 16. Jahrhundert den Völkermord der Indios durc

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