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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2014
Klaus Mertes: Was sich in der katholischen Kirche ändern muss
Der Inhalt:

Vorgespräch: Filme, Fisch und Fukushima

von Elisa Rheinheimer-Chabbi vom 23.05.2014
Festivalleiterin Marion Klomfaß erzählt, was es auf dem Filmfestival »Nippon Connection« zu entdecken gibt

Publik-Forum: Frau Klomfaß, sechs Tage lang zeigen Sie japanische Filme. Ist das nur etwas für eingefleischte Japan-Fans?

Marion Klomfaß: Ganz und gar nicht! Wir möchten eine Plattform bieten, um die vielen Facetten Japans zu zeigen – fernab von Klischees. Denn japanische Filme bieten mehr als nur Actionstreifen oder Mangas. Es gibt zum Beispiel hervorragende Komödien und Dokumentarfilme. Und da alle Filme mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt werden, muss man nicht Japanisch können, um sie zu verstehen.

Welche Filme sieht man bei Ihrem Festival?

Klomfaß: Komödien und Dramen, Dokumentarfilme und Action, Animes und Klassiker der japanischen Filmgeschichte. Ein wichtiges Thema ist auch Fukushima. Darum drehen sich gleich zwei Dokumentarfilme und ein Spielfilm. Außerdem gibt es einen Vortrag dazu.

Was unterscheidet japanische Filme von europäischen?

Klomfaß: Die Erzählweise. In japanischen Filmen gibt es keine so klare Erzählstruktur. Oft sind es mehrere Protagonisten, die sich nicht eindeutig als gut oder böse einordnen lassen. Und japanische Filme lassen dem Zuschauer mehr Raum. Die Kamera ist häufiger in der Totalen. Man wird dadurch nicht so geführt. Außerdem ist das Erzähltempo generell langsamer, und die Filme sind länger.

Gibt es auch ein Rahmenprogramm?

Klomfaß: Na klar! Neben den Filmen haben wir mehr als fünfzig Veranstaltungen. Bei uns kann man japanisches Essen genießen und Kochkurse belegen. Man kann selbst Mangas zeichnen, Bogenschießen und Kampfsport ausprobieren. Eine japanische Massage genießen oder eine Tee-Zeremonie miterleben. Zum ersten Mal findet ein Film-Dinner mit leckeren Spezialitäten statt. Und für die Kleinen gibt’s ein extra Kinderprogramm.

Und ein Highlight ist …?

Klomfaß: Besonders stolz sind wir, dass wir Karin Nakagawa für ein Konzert auf dem Festival gewinnen konnten. Sie spielt Koto, eine Art japanischer Harfe, und singt dazu. Dabei verbindet sie Tradition und Moderne, und diese Verbindung zieht sich als roter Faden durch das gesamte Festival.

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