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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2013
Die Weisheit des Körpers
Wie wir lernen, unseren Gefühlen zu vertrauen
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 31.05.2013

Erwin Kräutler,Bischof im Amazonas-Bistum Altamira in Brasilien und Träger des Alternativen Nobelpreises, berichtet, dass Hunderte von Indios seit dem 2. Mai die Großbaustelle Belo Montebesetzt halten. Es drohten Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Lebensmitteln. In der Flussbiegung von Belo Monte soll der Rio Xingu aufgestaut und das größte Wasserkraftwerk Südamerikas errichtet werden. Der Strom soll damit der großindustriellen Aluminiumproduktion dienen. Gegen das Projekt protestieren Kräutler und die indigenen Völker, deren Lebensräume durch den Stausee zerstört werden. Aus Europa sind die Turbinenhersteller Voith (Heidenheim), Andritz (Graz) und Alstom (Levallois-Perret bei Paris) an dem hoch umstrittenen Megaprojekt beteiligt, ferner die Konzerne Siemens und Daimler Benz.

Oscar Andreas Rodiguez Maradiaga,
Kardinal-Erzbischof von Tegucigalpa in Honduras, hat erklärt, dass die Vatikanbank IOR künftig ihre Bilanzen offenlegen müsse. Der Vatikan stelle das »Institut für die religiösen Werke« zwar als Stiftung dar, tatsächlich übe die Einrichtung aber Funktionen einer Bank aus. Daher müsse sie wie andere Banken auch einen Geschäftsbericht veröffentlichen, sagte der Kardinal, der von Papst Franziskus mit der Koordination eines Gremiums von acht Kardinälen beauftragt wurde, die eine Kurienreform vorbereiten sollen. Das IOR, das nach eigenen Angaben Einlagen von sechs Millionen Euro verwaltet, war wiederholt wegen angeblicher schwarzer Konten und des Verdachts auf Geldwäsche ins Visier der italienischen Staatsanwaltschaft geraten.

Christiane Woopen, Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, kritisiert die öffentliche Aufmerksamkeit, die die US-amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie für ihre vorbeugende Brustamputation bekommt. Jolie hatte sich wegen eines erhöhten Krebsrisikos beide Brüste abnehmen lassen. Schwierig daran sei die »missionarische Absicht«, sagte Woopen. »Ich halte nichts davon, es jedermann als die einzig richtige Lösung zu propagieren.« Die radikale Lösung, die Jolie gewählt habe, müsse nich

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