Personen und Konflikte
Erwin Kräutler,Bischof im Amazonas-Bistum Altamira in Brasilien und Träger des Alternativen Nobelpreises, berichtet, dass Hunderte von Indios seit dem 2. Mai die Großbaustelle Belo Montebesetzt halten. Es drohten Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Lebensmitteln. In der Flussbiegung von Belo Monte soll der Rio Xingu aufgestaut und das größte Wasserkraftwerk Südamerikas errichtet werden. Der Strom soll damit der großindustriellen Aluminiumproduktion dienen. Gegen das Projekt protestieren Kräutler und die indigenen Völker, deren Lebensräume durch den Stausee zerstört werden. Aus Europa sind die Turbinenhersteller Voith (Heidenheim), Andritz (Graz) und Alstom (Levallois-Perret bei Paris) an dem hoch umstrittenen Megaprojekt beteiligt, ferner die Konzerne Siemens und Daimler Benz.
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