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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2011
Christen müssen selber denken
Der Theologe Klaus-Peter Jörns zur Glaubenskrise
Der Inhalt:

»Geballte Fäuste«

von Bettina Röder vom 18.05.2011
Zwischen Nord- und Südkorea können nur wenige vergleichen. Fragen an Ex-Bischof Christoph Kähler, der in beiden Ländern war

Herr Kähler, Sie waren mit einer EKD-Delegation in Süd- und Nordkorea. Welche Erwartungen sind Ihnen da begegnet?

Christoph Kähler: Beeindruckt hat mich, dass in beiden Koreas die Wiedervereinigung in den Gottesdiensten nicht nur Thema war, sondern in den Gebeten unglaublich intensiv vorkam. Ganz anders, als ich das in den 1980er-Jahren in der DDR erlebt habe und gelegentlich auch im Westen. Da war die Wiedervereinigung eher ein Tabuthema.

Es geht um ein getrenntes Land. Sind Sie auf Parallelen zu Deutschland gestoßen?

Kähler: Lassen Sie mich erst einmal sagen, was dort ganz anders ist. In Nordkorea gibt es nicht dieses Unterlegenheitsgefühl, das in der DDR unterschwellig geherrscht hat.

Was meinen Sie damit?

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