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Einer, der etwas erfahren hat

von Geiko Müller-Fahrenholz vom 21.05.2004
Wie Karl Rahner den Satz verstand, der seit zwanzig Jahren ständig zitiert wird: »Der Christ der Zukunft wird Mystiker sein«
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Man hat schon gesagt, dass der Christ der Zukunft ein Mystiker sein müsse, oder er werde nicht mehr sein. Das ist vielleicht etwas massiv ausgedrückt, aber im Grunde genommen ist es richtig.« So äußerte sich Karl Rahner 1978 in einem Gespräch mit Slavko Kessler (wiedergegeben in Publik Forum, 3/2004). Häufig wurde der Jesuit Rahner seither als Gewährsmann dieser These zitiert. Darum lohnt es sich, genauer nachzusehen, wie er diesen Gedanken aufgefasst hat.

Aufschlussreich ist ein Aufsatz aus den Jahren unmittelbar nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Er trägt den Titel »Frömmigkeit früher und heute« und ist in Band VII der »Schriften zur Theologie« enthalten. Rahners Ausgangspunkt: Christliche Sitten und Lebensordnungen sind nicht mehr selbstverständlich. Wer heute als Christ leben will, kann sich nicht mehr auf eine allge

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