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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2020
Arbeiten und Leben nach Corona
Was wir aus der Krise lernen können
Der Inhalt:

Der Himmel über Kreuzberg

vom 15.05.2020
PFplus

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Alle sitzen in einem Boot? Nein.
In der Corona-Krise leiden die am meisten, die ohnehin am wenigsten haben: Arme, Abgehängte, Obdachlose. Auch in Berlin ist das so. Nach offiziellen Zahlen leben hier mindestens 1976 Menschen auf der Straße. Sie können sich nicht regelmäßig die Hände waschen. In Notunterkünften ist Abstand halten unmöglich. Wenn weniger Menschen unterwegs sind, bedeutet das auch weniger Geldspenden
für Bettler. Viele Tafeln, Wärmestuben und andere Angebote für Wohnsitzlose haben geschlossen. Für die Bedürftigen bedeutet das nicht selten: Hunger. Am Berliner Ostbahnhof gibt nun ein Imbisswagen kostenlose Mahlzeiten für arme und obdachlose Berliner aus. Die 480 Portionen sind schnell verteilt. Das arabische Essen – duftender Reis, Gemüse mit Gelbwurz und Fladenbrot – stammt aus dem Restaurant »K

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